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Was vom Himmel - was über die Erde

Letzte katholische Woche bei der Landesgartenschau: Hildegard von Bingen
Was vom Himmel - was über die Erde
Was vom Himmel - was über die Erde

Hildegard von Bingen für heute

Vor 920 Jahren geboren wird Hildegard von Bingen seit ihrem Tod als Heilige verehrt. Jetzt ist sie heilig gesprochen worden und zur Kirchenlehrerin erhoben worden. In der Woche ihres Festtages (17.09.) soll sie an der Lichtkirche bei der Landesgartenschau im Mittelpunkt stehen. In ihren Schriften hat sie das naturwissenschaftliche Wissen ihrer Zeit zusammengefasst - deshalb wird sie mit Themen rund um die Gesundheit, um Kräuter und Edelsteine in Verbindung gebracht. Sie war aber vor allem Visionärin - eine besondere Hörerin auf Gott - daraus sind ihre theologischen Schriften entstanden.

An der Lichtkirche begleiten Johanna Moos und Markus Raile die Gäste. Johanna Moos kennt sich im mittelalterlichen Alltag aus und zeigt, wie es in einem Skriptorium zugegangen ist. Markus Raile hat im Rheingau die Feier des 900. Geburtstages von Hildegard von Bingen mit vorbereitet und ist überzeugt, dass Menschen heute von Hildegard ganz viel für ihre Lebensgestaltung gewinnen können.

Die täglichen Mittagsgedanken um 12.00 Uhr und der tägliche Reisesegen um 16.30 Uhr werden sich immer an einer Vision der heiligen Hildegard orientieren.

Schreiben im Mittelalter und Hören heute

"Rede von diesen wunderbaren Dingen, schreibe sie nieder und berichte sie..." - so beschreibt Hildegard von Bingen im Buch "Scivias" ihren göttlichen Auftrag. Von der Vision zum Kodex - wie das geschehen sein mag und wie im Mittelalter Schriften entstanden sind, das können sie vom 17. bis 23.09. in der Lichtkirche auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach erfahren. Die Lichtkirche wird zum mittelalterlichen Skriptorium. Johanna Moos zeigt dort Schreibtechniken dieser Zeit und die Besucher können selbst mit Feder und Tinte arbeiten. Johanna Moos - Gemeindereferentin in St. Martin Idsteiner Land - geht dabei der Frage nach, was "Vision" bedeutet und wie Menschen auch heute Gott hören können. 

Das große Licht - elementarisiert

Unter dem Arbeitstitel "Hildegard inklusiv" stellt Dagmar Bickmann - katholische Seelsorgerin am Vincenzstift in Aulhausen - am Dienstag, 18.09. um 15.00 Uhr einen Text vor, bei dem es um das "große Licht", das Hildegard sieht, geht. Dieser Text ist für Menschen mit Behinderungen elementarisiert und bringt damit vielleicht auch für Nichtbehinderte bisher Unverständliches auf dem Punkt. Bei dem Workshop können Teilnehmer auch selbst kreativ werden.

Dagmar Bickmann gestaltet am 18.09. auch die Mittagsgedanken und den Reisesegen.

Was mir Katholisch-Sein bedeutet

Am Mittwoch, 19.09. um 15.00 Uhr ist Prof. Dr. Leo Gros Gast beim Talk an der Lichtkirche. Als Titel hat er "Was mir Katholisch-Sein bedeutet" gewählt. Leo Gros ist Chemiker (ehemaliger Rektor an der Fachhochschule Fresenius in Idstein), engagierter Katholik, Europäer und Rheingauer - das alles nicht ausgrenzend, sondern von den eigenen Wurzeln her über eingefahrene Grenzen hinaus denkend. Ein Nachmittag, bei dem Erkenntnisgewinn garantiert ist.

Die Dürstenden tränken - Sehnsucht stillen

Sr. Hiltrud Gutjahr - Pilgerseelsorgerin in der Grabeskirche der heiligen Hildegard in Rüdesheim-Eibingen - lädt am 20.09. um 14.00 Uhr zu einer Hildegard-Meditation ein.

Hildegard inklusiv: Grünkraft

Dagmar Bickmann - Seelsorgerin am St. Vincenzstift in Aulhausen -  und Bewohner und Betreuer werden am 20.09. um 15.00 Uhr an der Lichtkirche ein Projekt vorstellen, bei dem das Wissen um Kräuter im Mittelpunkt steht.

Himmlisch-irdische Weinprobe

Am Samstag, 22.09. um 17.00 Uhr stellen Hermann Becker und Lothar Meckel an der Lichtkirche sechs Weine aus dem Weingut der Abtei St. Hildegard vor. Feiner Rheingauer Humor, fundierte Weinkenntnis und besondere Weine lassen ein Stück vom Himmel auf Erden erleben.

Hildegard hautnah

Den Gottesdienst am Sonntag, 23.09. um 12.00 Uhr gestalten Pfarrer Ralf Hufsky und die Gruppe "Alive" aus Taunusstein. Pfarrer Hufsky wird eine Hildegard-Reliquie mitbringen. In der katholischen Tradition ist es üblich, das Menschen, die das wünschen, diese Relique aufgelegt bekommen - eine ganz besondere Begegnung mit Hildegard von Bingen.

Der Sound der Schöpfung

Beim Reisesegen am Sonntag, 23.09. lassen Horst Wilhem und Pastoralreferent Markus Raile den "Sound der Schöpfung" spürbar werden. Hildegards Vision vom "Weltenei" nehmen sie als Ausgangspunkt für Meditation in Wort und Sound - Markus Raile wird seine Gedanken ins Wort fassen und Horst Wilhelm lässt sein E-Piano "sprechen".