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Verbunden in Musik und Glauben

Am 20. März werden drei musikalische Kandidaten zu Diakonen geweiht
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Kristof Windolf, Felix Predikant und Stephan Herzberg (v.l.) werden zu Ständigen Diakonen geweiht. © N. Küttner/ Bistum Limburg

Sie teilen die Leidenschaft zur Musik und sind verbunden im Glauben: Felix Predikant, Kristof Windolf und Prof. Dr. Stephan Herzberg sind Weihekandidaten für das Ständige Diakonat im Bistum Limburg. Am Sonntag, 20. März, empfangen sie die Weihe durch Bischof Dr. Georg Bätzing im Hohen Dom zu Limburg. Die Heilige Messe wird live auf Youtube und dem Facebook-Kanal des Bistums übertragen. Neben ihren Aufgaben als Seelsorger werden die Ständigen Diakone weiterhin in ihren Zivilberufen arbeiten. Die Kandidaten engagieren sich in ihren Heimatpfarreien seit vielen Jahren ehrenamtlich, beispielsweise als Organist oder Mitglied des Pfarrgemeinderats. Während ihrer Ausbildung absolvierten sie verschiedene Seelsorge-Praktika. Nach ihrer Weihe werden die Ständigen Diakone üblicherweise in ihrer Heimatgemeinde eingesetzt und sind Teil des Seelsorge-Teams.

© N. Küttner/ Bistum Limburg

Sein erstes Gespräch, um Diakon zu werden, hatte Kristof Windolf im Januar 2015. Im selben Jahr begann er auch mit dem Fernstudium der Theologie. Der 54-Jährige hat Instrumentalmusik studiert und arbeitet als Bratschist beim Hessischen Staatsorchester Wiesbaden. Seine ersten Berührungspunkte mit dem Diakonat hatte Windolf durch seinen Patenonkel, der ebenfalls Diakon war. In seiner Zeit in Bad Schwalbach prägte ihn auch sein Heimatdiakon, der händeringend nach einem Nachfolger suchte. „Im Jahr 2015 kam dann der Zeitpunkt, an dem ich verbindlicher werden wollte. Ich dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagt der Weihekandidat. Zuvor war er für 15 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat von St. Elisabeth in Schwalbach, mit der Weihe zum Diakon kann er dieses Ehrenamt aber nicht weiter ausüben. „Die Kirche und wir als Diakone müssen in die Lebenswelten der Menschen gehen“, so Windolf, „und dort eine Verbindung herstellen und Begegnungen fördern. In meiner neuen Aufgabe als Diakon brauche ich immer offene Augen und Ohren, um zu erfahren, was die Menschen in meinem Umfeld benötigen.“

© N. Küttner/ Bistum Limburg

Felix Predikant ist Lehrer an der Peter-Josef-Briefs-Schule in Hochheim, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, und unterrichtet dort unter anderem katholische Religionslehre. Außerdem ist er Rektor als Ausbildungsleiter am Studienseminar in Rüsselsheim und begleitet neue Religionspädagoginnen und -pädagogen bei ihrem Berufseinstieg. „Die Entscheidung Diakon zu werden kam in vielen kleinen Schritten und liegt jetzt schon vier Jahre zurück“, so Predikant. Verschiedene Bekannte, zum Beispiel eine langjährige Freundin, die Oberin ist, hätte ihn schon früher darauf angesprochen, warum er kein Diakon sei. „An eine Begegnung erinnere ich mich besonders gerne zurück. Nach einem Schulgottesdienst fragte mich eine Schülerin, warum ich vorne stehen, aber nicht so ein ‚Kleid‘ tragen würde. Und dann habe auch ich angefangen darüber nachzudenken: Warum bin ich eigentlich kein Diakon?“ Felix Predikant lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in seinem Geburtsort Flörsheim am Main, ist 53 Jahre alt und singt in verschiedenen Chören und Gruppen. Eine Zeit lang hatte er auch einen Lehrauftrag im Bereich Religionspädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt inne. Als Diakon möchte er Menschen als Gesprächspartner zur Seite stehen und Ideen für die Kirchenentwicklung Räume bieten.

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Prof. Dr. Stephan Herzberg ist mit 42 Jahren der jüngste der drei Kandidaten. Der Philosophieprofessor lehrt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt und der Lutherisch-Theologischen Hochschule in Oberursel und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Neu-Anspach. In der Pfarrei St. Franziskus und Klara im Usinger Land ist er als Organist tätig, gestaltet Familiengottesdienste und engagiert sich in der Erwachsenenbildung. Es geht ihm darum, grundlegende Fragen des Menschen im Licht des christlichen Glaubens zu reflektieren. Seine christlichen Überzeugungen möchte er im Zuge des Diakonats mit anderen Menschen teilen: „Meine Aufgabe sehe ich in der Verkündigung im weiten Sinne. Grundlegende Fragen werden schon früh gestellt, das habe ich in der Kommunionvorbereitung meiner Tochter gesehen. Da fragte man, wie Gott überhaupt einen Sohn haben kann. Auch auf solche Fragen möchte ich in meinem Amt eingehen.“ Notwendig seien dazu auch neue Formate. Im Hochtaunus hätten beispielsweise viele Erwachsene aus unterschiedlichen Gründen kaum mehr Kontakt zur Kirche. „Meine Maxime lautet: punktuell und professionell. Ich möchte genau hinschauen und meine volle Energie fokussiert aufbringen – sowohl als Hochschulprofessor wie auch als Diakon“, so der Kandidat.

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